

Ernst Deutsch Theater
Die Glasmenagerie
20.9.2011 bis 10.11.2011
Misery
Wiederholungstournee
10. 10. bis 15. 11. 2011
Ohnsorg-Theater, Hamburg
Brand-Stiftung
20.11.2011 bis 15.1.2012
Familie Malente, Hamburg
99 Luftballons
15. 2. bis 20.3.2012
Nordtour Theater Medien, Hamburg
Charleys Tante
1.3. 2012 bis 20.4.2012
Theater am Kirchplatz Schaan, Liechtenstein
Wiederholungstournee
Minetti
10.2. bis 03.3. 2012
Das Opernloft, Hamburg
Tourangebote
Jasper Vogts Hafenmusikanten
Tourneezeitraum: Ganzjährig, nach Absprache
download des Kataloges als pdf
Information / Buchung:
Tel.: 04121 - 3800
Theater Kontraste im Winterhuder Fährhaus, Hamburg
Die Ratte
Komödie von Justine del Corte
Aufführungsrechte: S.Fischer Verlag GmbH
Inszenierung: Harald Weiler
Bühne: Heidrun Schüler
Schauspiel für 5 Darsteller
Tourneezeitraum: 20.1.2012 bis 25.2.2012
Rolf Mares Preis der Hamburger Theater für Meike Harten
Für ihre Darstellung der „Maria“ in „die Ratte“ wurde Meike Harten als beste Darstellerin mit dem Rolf Mares Preis2009/2010 ausgezeichnet.
Zum Inhalt:
Isabell, hochschwanger und glücklich, besucht mit ihrem Ehemann Richard die jüngere Schwester Maria in New York. Zwar haben die beiden sich noch nie verstanden, dennoch quartieren sich Isabell und Schriftsteller Richard als Gäste im schicken Loft bei der kinderlosen Maria und ihrem Freund Nick ein. Was natürlich nicht lange gut geht. Schon bald hagelt es Vorwürfe, Unterstellungen und Beleidigungen. Zusätzlich angeheizt wird die Stimmung durch den Telefonterror der Mutter aus Deutschland.
„Während die Frauen den explosiven Cocktail aus Neid, Selbstmitleid, jahrzehntelang erprobten Verletzungen und gehässigen Kommentaren so lange aufkochen, bis sie sich die Haare ausreißen möchten, sind die Kerls männliche Vernunftwesen mit klaren Deeskalationsstrategien. Vor allem der nette Nick zaubert immer wieder ein harmonisches Zwischenhoch, damit der Zickenkrieg danach umso heftiger neu losbrechen kann.“ (Süddeutsche Zeitung vom 21.1.08)
„Es geht um Liebe, Rivalität und Verrat unter Mittdreißigern, um wechselnde Bündnisse und lustige Scharmützel im Krieg der Geschlechter, Geschwister, Paare und Lebensentwürfe.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22.1.08)
Justine del Corte zeigt, was passiert, wenn die Fassade bröckelt, Lebenslügen nach und nach entblättert werden, Ideale fallen und das wahre Ich zum Vorschein kommt. Eine schwarze Schwesternkomödie.
Meike Harten
Die Schauspielerin Meike Harten wurde in Hamburg geboren, wo sie auch ihre Schauspielausbildung absolvierte. Erste Engagements führten sie unter anderen ans Landestheater Detmold und ans Schauspielhaus Graz. Zwischen 1991 und 1999 war sie regelmäßig bei den Bad Hersfelder Festspielen, den Burgfestspielen Mayen und den Heppenheimer Festspielen engagiert. Sie spielte am Berliner Theater am Kurfürstendamm und arbeitete in Hamburg an fast allen Privatbühnen als Schauspielerin und Regisseurin. Ihr erfolgreiches Regie-Debut gab sie am Altonaer Theater mit ihrer Inszenierung „Fun“ von James Bosley.
Neben ihrer Bühnentätigkeit ist Meike Harten auch regelmäßiger Gast im Fernsehen. Und sie arbeitet als Sprecherin in den Bereichen Hörspiel, Synchronisation, Hörbuch und Dokumentation.
Ole Schlosshauer
Der gebürtige Hamburger Ole Schlosshauer lernte sein Schauspiel-Handwerk am renommierten Max Reinhardt Seminar in Wien. Er spielte an vielen größeren Bühnen Deutschlands, u.a. im Schauspielhaus Düsseldorf und am Schauspiel Essen, im Frankfurter TAT, bei den Salzburger Festspielen und immer wieder auch in seiner Heimatstadt, hier am Ohnsorg Theater, am Altonaer Theater, am Thalia Theater und einmal am Winterhuder Fährhaus, in „Max und Moritz“. Und auch in Film und Fernsehen ist Ole Schlosshauer präsent. Er spielt z.B. in „Rettungsflieger“, „Mordkommission“, „Doppelter Einsatz“, „Bella Block“ und vielen weiteren Serien.
Was macht dieses Stück für Sie so klasse?
Meike Harten: Man merkt, dass die Autorin sich die bissigen Dialoge und Situationen in „Die Ratte“ nicht aus den Fingern gesogen hat. Das Ganze wirkt stimmig und lebensnah. Man spürt sofort, Justine del Corte lässt nicht einfach gängige Familienmuster aufeinanderprallen. Sie verarbeitet vielmehr selbst erfahrene Familienerlebnisse und treibt sie mit Lust auf die Spitze. Das ist eine große Stärke dieses Stücks.
Ole Schlosshauer: Ich finde ziemlich dramatisch, was zwischen Maria und ihrer Schwester Isabell abläuft. Aber für die Zuschauer ist es lustig und witzig zu gucken, mit welcher Bissigkeit und mit welcher Schlagfertigkeit zwei Menschen austeilen, sich übers Essen oder vor vielen Jahren entwendete Unterhosen streiten, alte Rechnungen begleichen und sich gegenseitig fertig machen.
Meike Harten: Und die vor allem ihre eigene Lage nicht durchschauen. Der Zuschauer erlebt das Geschehen ganz anders als die in ihrer Situation gefangenen Figuren – das ist der so schön böse Spaß.
Muss man als Schauspieler eigentlich den speziellen Humor teilen, der dieser Boulevardkomödie eigen ist?
Meike Harten: Das ist für mich die Voraussetzung. Ich möchte keine Rolle in einem Stück oder einer Inszenierung spielen, die nicht meinem Humor entspricht. Weil man in dem Fall die Geschichte in ihrer besonderen Art ja gar nicht durchdringen könnte.
Ole Schlosshauer: Natürlich – nichts macht mehr Spaß, als in Schauspielen aufzutreten, in denen man die eigenen Vorstellungen von Humor rüberbringen kann. Dann hat man auch Spaß, Situationen zu zeigen, die lustig sind. Obwohl die Menschen auf der Bühne, diese in Not geratenen Figuren, sich selber ihrer komischen Situation gar nicht bewusst sind. Es ist wie so manches Mal im wirklichen Leben auch: Die die Besucher können Leute in einer Lage beobachten, die auf den Betrachter unfreiwillig komisch wirkt.
Meike Harten: Wobei Maria und Nick, die hochschwangere Isabell und ihr Mann Richard selbst völlig humorlos und verbiestert sind. Das finde ich auch so herrlich an diesem Stück, dass gerade Leute, die überhaupt nicht über sich selbst lachen können, besonders gut anzuschauen sind, wenn man sich amüsieren möchte. Wer über sich lachen kann, hat die Fähigkeit, auf Distanz zu gehen, auch zu Ereignissen, die ihn im Moment vielleicht verletzen. Und das ist eben auch die Grundlage, daraus eine Komödie zu machen. Was auf diesem Familientreffen abgeht, hat wohl jeder so oder ähnlich schon erlebt. Das Lachen darüber befreit den Zuschauer. Allerdings kann ich die Wirkung, die wir beim Publikum erzielen, gar nicht so genau beurteilen, ich bin auf der Bühne ja immer mitten im Geschehen. Interview: Brigitte Scholz
Kritiken:
Ein wunderbar böses und kluges Stück Boulevard... Es ist ein göttliches (Wort-)gemetzel mit reichlich Lust an der Hysterie, das sich die beiden Paare in wechselnden Allianzen und ergänzt um einen knackigen Kammerjäger hier liefern. Fabelhaft besetzt, flott und selbstironisch präsentiert.
Hamburger Abendblatt
Hervorragende Darsteller, die mit beeindruckender Intensität familiäre Probleme schnörkellos und direkt ausleuchten – tierisch unterhaltsam.
Hamburger Morgenpost
Ein höllisches Vergnügen: Justine del Cortes fabulöses Stück „Die Ratte“ feiert rundum gelungene Premiere an der Komödie ... Wir amüsieren uns köstlich, zumal Regisseur Harald Weiler nie überdreht, weder im Tempo noch in der Lautstärke. Die verbalen Biestigkeiten werden punktgenau geträufelt ... Der Zoff beginnt und damit eine überaus gelungene Inszenierung, die niemand versäumen sollte. Die Welt
Die Autorin:
Justine del Corte studierte Schauspiel in Berlin und New York. 1992 gab sie ihr Debut als Stella in Goethes gleichnamigem Schauspiel und arbeitete seitdem an vielen deutschen Bühnen. Zudem wirkt sie in zahlreichen TV-Produktionen mit und schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen. Ihr zweites Theaterstück „Die Ratte“ wurde im Januar 2008 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Inszeniert wurde es von ihrem Mann, dem Gegenwartsdramatiker Roland Schimmelpfennig.
Regisseur Harald Weiler
Harald Weiler wurde 1958 geboren; in Köln studierte er Sport und absolvierte dort auch seine Ausbildung zum Schauspieler. 1984 bekam er sein erstes Engagement am Thalia Theater in Hamburg. Nach Stationen in Köln, Hannover, Essen, Lübeck und Neuss arbeitet er seit 1997 als freischaffender Schauspieler. Seit Jahren spielt er erfolgreich an den renommierten Bühnen Hamburgs, u.a. auf Kampnagel, den Hamburger Kammerspielen, dem Altonaer Theater, dem Winterhuder Fährhaus und immer wieder auch am Thalia Theater, wo er in den Produktionen von „Liliom“, „Lulu“ und „Rose Bernd“ (Regie: Michael Thalheimer) zu sehen war. Neben zahlreichen Arbeiten für Film und Fernsehen ist Harald Weiler seit einigen Jahren auch als Regisseur tätig. Seine bisherigen Inszenierungen: „Messer in Hennen“ von David Harrower, „Herren“ von Jan Ericson, „Enigma“ von Eric Emmanuel Schmitt, „Frühlings Erwachen“ nach Frank Wedekind. „Die Ratte“ von Justine del Corte ist seine erste Regiearbeit für das Theater Kontraste im Winterhuder Fährhaus.