Familie Malente, Hamburg
Wiederholungstournee
12 Punkte für ein
bisschen Frieden

20. 11.11 bis 05.1.12

Ernst Deutsch Theater
Die Glasmenagerie
20.9.2011 bis 10.11.2011

Misery
Wiederholungstournee
10. 10. bis 15. 11. 2011

Ohnsorg-Theater, Hamburg
Brand-Stiftung
20.11.2011 bis 15.1.2012

Familie Malente, Hamburg
99 Luftballons
15. 2. bis 20.3.2012

Nordtour Theater Medien, Hamburg
Charleys Tante
1.3. 2012 bis 20.4.2012

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Wiederholungstournee
Minetti
10.2. bis 03.3. 2012

Das Opernloft, Hamburg
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Jasper Vogts Hafenmusikanten
Tourneezeitraum: Ganzjährig, nach Absprache

 

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Information / Buchung:
Tel.: 04121 - 3800

Ernst Deutsch Theater, Hamburg
Die Glasmenagerie
Ein Spiel der Erinnerungen
in zwei Teilen von Tennessee Williams

Aufführungsrechte: Jussenhoven & Fischer GmbH & CO.KG

Regie: Yves Jansen
Ausstattung: Hans Winkler

Mit Angelika Thomas, Felix Lohrengel, Michael Wanker und Monika Wegener

Tourneezeitraum: 20.9.2011 bis 10.11.2011

Zum Inhalt:

Seit ihr Mann sie verlassen hat, lebt Amanda allein mit ihren beiden inzwischen erwachsenen Kindern. Sohn Tom verdient als Lagerarbeiter den Lebensunterhalt der Drei. Tochter Laura ist ein äußerst zart besaitetes, gehbehindertes Mädchen, das sich vom Leben abgeschlossen und auf sich selbst zurückgezogen hat. Ihre Welt ist eine mit lauter zerbrechlichen Tierchen angefüllte Glasmenagerie, deren durchsichtige Wesen viel mit dem Lauras gemein haben. Ihre Mutter und ihr Bruder Tom haben das scheue Mädchen nicht zum entscheidenden Schritt ins Leben und in die Realität bewegen können und fürchten daher, dass sie regelrecht verkümmern wird. Um einer seelischen Katastrophe vorzubeugen, bringt Tom auf Vorschlag der Mutter seinen Arbeitskameraden Jim ins Haus, der sogleich die bedrückende Atmosphäre aufhellt. Doch Laura bleibt verschlossen und wird erst zugänglich, als sich herausstellt, dass Jim einst die gleiche Schule besucht hat wie sie selbst. Sie schenkt ihm sogar eines ihrer Lieblingstierchen und scheint aufzublühen. Aber Jim, der verlobt ist, verabschiedet sich, ohne zu ahnen, dass er damit Laura in ihre Isolation zurückstößt – in die zerbrechliche Welt ihrer leblosen Glastierchen.
Tennessee Williams (1911-1983) erzählt in seinem Drama von Menschen, die mit aller Kraft versuchen, ihre zerbrechlichen Träume und Illusionen vor der harten Realität des Lebens zu schützen.

Angelika Thomas
Ob „Buddenbrooks“, „Thalia Vista Social Club“ oder „Das letzte Feuer“ – Angelika Thomas kennen die Hamburger vor allem aus dem Thalia Theater. Dort feierte sie 1980 einen triumphalen Erfolg als Jacques Offenbachs „Großherzogin von Gerolstein“.
Doch immer ist die viel beschäftigte Schauspielerin und Sängerin, die zunächst zum festen Ensemble des Schauspielhauses zählte, künstlerisch auch eigene Wege gegangen. Eines ihrer bis heute unvergessenen Projekte in der Hansestadt ist der vom Publikum gefeierte Liederabend „Seemannsbraut ist die See“, in dem sie zusammen mit Tochter Anna Schäfer von Fernweh, der Sehnsucht nach dem Heimathafen und der großen Liebe erzählt.
Bevor es sie nach Hamburg zog, wo sie noch heute lebt, spielte die in Eikum geborene Angelika Thomas an Theatern in Bremen, Köln und der Schaubühne am Lehniner Platz.
Am Hamburger Schauspielhaus und dem Thalia Theater arbeitete sie unter anderen mit den Regie-Größen Niels-Peter Rudolph, Christof Nel, Jürgen Flimm, Stephan Kimmig, Andreas Kriegenburg, Jürgen Kruse, Nicolaus Stemann und Robert Wilson.
Ihr TV-Debüt gab Angelika Thomas 1980 als Sabine in Tom Toelles „Ein Mann von gestern“. Es folgten zahlreiche weitere Arbeiten vor der Kamera, darunter auch die Rolle der Julia Therese Mann in Breloers „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“.
In den 90er Jahren übernahm sie Gastrollen in „Tatort“, „Die Männer vom K3“ und „Unsere Hagenbecks“.
Angelika Thomas ist seit 1987 Ensemblemitglied des Thalia Theaters.

Felix Lohrengel, Schauspieler
Felix Lohrengel, Jahrgang 1982, studierte von 2004 bis 2008 an der Folkwang-Hochschule Essen, Studiengang Schauspiel Bochum. Schon 2006 war er in dem Film „Von Liebe war nie die Rede“ sowie weiteren Kurz- und Diplomfilmen zu sehen. Am Theater spielte er unter anderem in „Paare und Passanten“ (Zeche Eins, Bochum), „The Killer In Me Is The Killer in You, My Love“ (Theater Bielefeld) und „Linie 1“ (Wuppertaler Bühnen). Unter der Regie von Wolf-Dietrich Sprenger arbeitete er bereits 2007 am Schauspielhaus Bochum in „Die Kleinbürgerhochzeit“. Diese Produktion wurde ebenfalls 2007 mit dem Ensemble- und Publikumspreis beim Bundeswettbewerb der deutschsprachigen Schauspielschulen ausgezeichnet.

Zum Stück:
Tennessee Williams geht vorwiegend auf die emotionelle Not des Individuums ein, dessen Weltgefühl von sozialer und politischer Unsicherheit bestimmt wird. Seine Menschen des Südstaatenmilieus sind Fremde und Verstoßene des Daseins, ihnen fehlt die innere Ausgeglichenheit, um sich den harten Daseinsbedingungen anzupassen. Immer befinden sie sich auf der Suche nach Gemeinschaft, auf der Flucht in eine Lebenslüge. Mit der psychologischen Konzeption eines Gerhart Hauptmann dringt Williams in die seelischen Untergründe, die er verstehend und mitfühlend, doch nicht ohne einen schmerzlichen Hauch von Ironie, vor den Augen der Beteiligten bloßlegt. Er hat sich damit zum Dichter der Verlorenen gemacht, zum Wortführer moderner Menschenschicksale. Aus: Knaurs Schauspielführer

Der Regisseur:
Yves Jansen studierte an der Staatlichen Schauspielschule Frankfurt/Main. Nach Engagements als Schauspieler unter anderen in Frankfurt, Tübingen, Karlsruhe, Berlin und Basel begann er 1981 mit seiner Arbeit als Regisseur. Seine erste Inszenierung am Ernst Deutsch Theater in Hamburg war das Stück „Olgas Raum“ von Dea Loher. Es folgten weitere Arbeiten wie zum Beispiel Hochhuts „Wessis in Weimar“ und Ibsens „Hedda Gabler“. Am Stadttheater St. Gallen inszenierte er Goethes „Faust I und II“. An der Komödie Winterhuder Fährhaus führte er bei Sternheims „Die Hose“ und „Gretchen 89ff“ Regie. Neben seiner Tätigkeit am Theater ist Yves Jansen auch beim Fernsehen als Schauspieler und Regisseur tätig.

Der Autor:

Zwischen 1945 und 1965 galt Tennessee Williams neben Arthur Miller als der unbestritten bedeutendste Dramatiker der USA. Doch war ihm wie seinen von Neurosen, Alkoholismus und sexueller Triebhaftigkeit geplagten Figuren kein geordnetes, bürgerliches Leben vergönnt. Nach glücklicher Kindheit und traumatisch wirkender Verpflanzung nach St. Louis, nach einem mehrfach unterbrochenem Studium der Zeitungs- und Theaterwissenschaften (zuletzt 1940 in New York bei Erwin Piscator) und einem mehrjährigen Bohème-Leben, das allerdings auch ein kurzes Gastspiel als Drehbuchschreiber in Hollywood einschloss, gelang Tennessee Williams mit „Die Glasmenagerie“, seinem fünften Stück, 1944 der Durchbruch. Ungefähr 20 Jahre blieb ihm der Erfolg treu, doch war sein Privatleben von Krankheiten, Nervenkrisen und Skandalen überschattet. Nach 1965 verließen ihn Glück und Inspiration.
Aus: Knaurs großer Schauspielführer, München 1985

 

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