

Ernst Deutsch Theater
Die Glasmenagerie
20.9.2011 bis 10.11.2011
Misery
Wiederholungstournee
10. 10. bis 15. 11. 2011
Ohnsorg-Theater, Hamburg
Brand-Stiftung
20.11.2011 bis 15.1.2012
Familie Malente, Hamburg
99 Luftballons
15. 2. bis 20.3.2012
Nordtour Theater Medien, Hamburg
Charleys Tante
1.3. 2012 bis 20.4.2012
Theater am Kirchplatz Schaan, Liechtenstein
Wiederholungstournee
Minetti
10.2. bis 03.3. 2012
Das Opernloft, Hamburg
Tourangebote
Jasper Vogts Hafenmusikanten
Tourneezeitraum: Ganzjährig, nach Absprache
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Information / Buchung:
Tel.: 04121 - 3800
Ohnsorg-Theater, Hamburg
Brand-Stiftung
Komödie von Günther Siegmund
Inszenierung: Michael Koch
Bühnenbild: Kathrin Reimers
Kostüme: Christine Jacob
Aufführungsrechte:
Theaterverlag Karl Mahnke Verden/Aller
Pastor Brand.....................Manfred Bettinger
Meta, Haushälterin...............Birgit Bockmann
Frau Facklamm..........................Heidi Mahler
Jan, ihr Sohn...........Christian Richard Bauer
Dreyer, Kaufmann.....................Michael Koch
Lieschen, seine Tochter............Eileen Weidel
Ahrens, Bürgermeister.........Jochen Baumert
Tiedke, Bürgermeister.............Michael Grimm
Meinke, Brandinspektor............Axel Stosberg
Jan Kubik, polnischer Gastarbeiter..........N.N.
Tourneezeitraum:
20. 11. 2011 bis 15. 1. 2012
„Brand-Stiftung“ („Mit EM op du un du“) gehört zu den erfolgreichen und immer wieder gern gesehenen niederdeutschen Klassikern, die das Publikum besonders liebt.
Zum Inhalt:
In einem kleinen norddeutschen Ort ist in der vergangenen Nacht während eines schweren Gewitters zunächst die Kate der Witwe Facklamm abgebrannt und kurze Zeit später auch das schon baufällige Pastorat. Doch Pastor Brand kann sich in dieser brenzligen Angelegenheit voll und ganz auf seine treuen Gemeindemitglieder verlassen. Schon am nächsten Vormittag kann Bürgermeister Ahrens den ohne Unterkunft dastehenden Brand und dessen Haushälterin Meta in ein notdürftig eingerichtetes Haus einquartieren. Und die Welle der Hilfsbereitschaft reißt nicht ab. Auch die Nachbargemeinden, in denen der beliebte Pastor für das Seelenheil zuständig war, lindern mit Möbeln und Geldspenden die ärgste Not und schon bald ist die Brandsche Kirchenkasse prall gefüllt. Als sich Frau Facklamm beschwert, sie selbst sei viel schlechter untergebracht als der Pastor, dem alle zu helfen bereit seien, setzt sich Brand sofort für die Witwe ein. Weil er selber etwas aus der Kirchenkasse spendet, sieht sich auch der Bürgermeister genötigt, die Facklamm zu unterstützen. Und plötzlich kommen Zweifel an der Brandursache auf. Denn Brandinspektor Meinke erklärt, das Pastorat sei nicht wie Facklamms Kate durch einen Blitzschlag in Flammen aufgegangen, sondern durch Brandstiftung. Welche Rolle spielen in dieser Angelegenheit Kaufmann Dreyers Tochter Lieschen und Jan, der Sohn der armen Nachbarin Facklamm?
Für seine Komödie „Brand-Stiftung“ wurde Günther Siegmund mit dem „Fritz-Stavenhagen-Preis 73“ geehrt.
Kritiken:
Das neueste Werk Günther Siegmunds wurde ein rauschender Erfolg ... Mit seiner Komödie rückt der Dichter der scheinheiligen Nächstenliebe zu Leibe.
Deine Brücke, Rahlstedt
Es ist eines der schönsten Stücke Günther Siegmunds, der lange Intendant des Hauses war. Lübecker Nachrichten
Auf volkstümlichen Witz mit einem listigen Schuss Moral verstand sich der 1981 gestorbene Ohnsorg-Schauspieler, -Direktor und -Autor Günther Siegmund besonders gut. Und sein Komödienrezept funktioniert immer noch bestens – zum besonderen Vergnügen fürs Publikum. Hamburger Abendblatt
Siegmund hat diese Komödie des Menschlichen und Allzumenschlichen in eine angemessene Portion versöhnlichen und drastischen Humors gepackt. Die Situationen geben ihm Gelegenheit zu vielen kernigen Lebensweisheiten, und die Moral wird ohne Moralin geschickt serviert. Und dass sich alles am Schluss zum guten Ende wendet, ist das gute Recht eines Stückes, das weniger erschüttern als erheitern soll. Die Welt
Heidi Mahler
Heidi Mahler ist eine echte Hamburger Deern. Die Tochter des Schauspielers, Regisseurs und langjährigen Ohnsorg-Theater-Chefs Hans Mahler und der Schauspielerin Heidi Kabel studierte an der renommierten Staatlichen Schauspielschule ihrer Heimatstadt bei Lehrern wie Eduard Marks, Rolf Nagel und Hermann Lenschau. Nach Abschluss ihrer Ausbildung spielte sie am Ohnsorg-Theater im klassischen Repertoire die jungen Mädchen. Aber auch große Charakterrollen wie das stumme Vergewaltigungsopfer in „Johnny Belinda“ oder die Marthe Schwertlein im plattdeutschen „Faust“.
In den 80er Jahren holte Rudolf Noelte die Schauspielerin als Liese Bänsch in seine berühmte Inszenierung des „Michael Kramer“ am Hamburger Thalia Theater und später noch einmal als Mascha in Tschechows „Drei Schwestern“ nach Bonn.
1984 verließ Heidi Mahler das Ensemble des Ohnsorg-Theaters. Auf großen Tourneen spielte sie zum Beispiel in „Minna von Barnhelm“, in Hofmannsthals „Jedermann“ sowie zusammen mit Peter Fricke in Ayckbourns „Tischmanieren“ und in zahlreichen weiteren Produktionen. Immer wieder auch stand sie als Gast auf der Bühne des Ohnsorg-Theaters, so als von Publikum und Presse einhellig gefeierte „Mudder Mews“ und Lotte Kellermann in der niederdeutschen Fassung der Ehekomödie „Frühstück bei Kellermanns“.
Außerdem wirkte Heidi Mahler in zahlreichen Fernsehproduktionen mit. Seit 1986 ist die Schauspielerin mit dem Regisseur und Autor Michael Koch verheiratet. Ihre knappe Freizeit genießt Heidi Mahler am liebsten auf ihrem Bauernhof in der Eifel.
Der Autor:
Günther Siegmund wurde am 16. Mai 1927 in Hamburg geboren, besuchte die Volksschule Roßberg und bestand an der Oberschule St. Georg das Abitur.
Schon mit neun Jahren stand er zum ersten Mal bei Dr. Ohnsorg in einem Weihnachtsmärchen auf den Brettern. Lange Jahre galt er für die damalige Niederdeutsche Bühne als sogenannter Kinderstar. Seine erste Rolle als Erwachsener spielte er in „Pidder Lüng“ von Karl Krickeberg. Alsbald wurde dem jungen Schauspieler Siegmund seine Begabung als Schriftsteller, als Bühnenschriftsteller bewusst. 1948 wurde im jetzigen Ohnsorg-Theater sein erstes Stück in niederdeutscher Sprache „Afmunstert“, ein Volksstück in 5 Akten, aufgeführt.
Siegmund machte es sich zur Aufgabe, in humorvoller und komödiantischer Weise sozialkritische Fragen anzupacken und eine Lösung zu suchen, bei der das Menschliche über Konventionen und Formalitäten obliegt. Minsch sien mutt de Minsch ist sein Leitsatz, und er scheint nicht nur „mit EM up du und du“ zu stehen, sondern auch mit seinem Publikum. So reihen sich viele seiner Stücke in die besonders in Hamburg gepflegte Art des „Volkstheaters“ ein, wie es auch Fritz Stavenhagen angestrebt hatte. (aus: Allgemeine Zeitung der Lüneburger Heide, 1973)
Noch zu Lebzeiten Hans Mahlers war er als Dramaturg, Regisseur und Begleiter des künstlerischen Betriebsbüros unentbehrlich. Seine Umsicht, seine Arbeitsintensität und sein künstlerisches Einfühlungsvermögen prädestinierten ihn für die Direktoren-Position nach Mahlers Tod. Von 1970 bis 1979 war Günther Siegmund Direktor des Ohnsorg-Theaters. Er starb 1981 mit nur 54 Jahren während eines Urlaubs in Italien. (aus: Hamburger Abendblatt, 1981)
Der Regisseur:
Michael Koch
Der in Düsseldorf geborene Schauspieler und Regisseur Michael Koch wurde bereits als Schüler bei Adolf Dell und Gerda Maurus ausgebildet. Er spielte Schüler- und Studententheater und studierte in Wien u.a. Theatergeschichte.
Nach einer altertumswissenschaftlichen Promotion in Tübingen schrieb Michael Koch neben seiner Lehrtätigkeit an der neu gegründeten Universität Konstanz Theaterkritiken für den „Südkurier“ und arbeitete gelegentlich für das Konstanzer Stadttheater.
Von 1980 bis 1986 lebte Michael Koch als freier Schauspieler und Regisseur in München und inszenierte in Zürich und Basel (u.a. „Einer flog über das Kuckucksnest“, „Die Mausefalle“, „Das Tagebuch der Anne Frank“) sowie große Tourneetheaterproduktionen u.a. mit Grit Boettcher, Doris Kunstmann, Erik Schumann und Walter Reyer.
Seit 1988 ist Michael Koch vorwiegend als Gastregisseur am Ohnsorg-Theater beschäftigt. An der Seite von Heidi Kabel und Heidi Mahler spielte er auf Tourneen im gesamtdeutschen Raum.
In seiner Freizeit widmet sich der seit 1986 mit Heidi Mahler verheiratete Michael Koch seinen wissenschaftlichen Interessen, der Frühgeschichte der Iberischen Halbinsel, und übersetzt Theaterstücke aus dem Spanischen und Englischen.