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Tel.: 04121 - 3800

Michael Kramer
Schauspiel - Ernst-Deutsch-Theater, Hamburg
von Gerhart Hauptmann
Tournee: 10.01.2010 - 28.02.2010

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Inszenierung: Wolf-Dietrich Sprenger
Ausstattung: Achim Römer

Michael Kramer: Uwe Friedrichsen

Arnold Kramer: Felix Lohrengel

Michaline Kramer: Isabell Fischer

Frau Kramer: Ulrike Bartruff

Ernst Lachmann: Christoph Tomanek

Frau Lachmann: Jeannette Arndt

Liese Bänsch: Evi Kehrstephan

Assessor Schnabel: Alexander Beisel

Baumeister Ziehn: Rüdiger Härtel

Quantmeyer: Oliver Warsitz

© Szenen-Fotos: Oliver Fantitsch

Zum Inhalt

Michael Kramer, Lehrer an einer königlichen Kunsthochschule, ein Atelier-Künstler und pflichtgetreuer Familienvater, ein guter Handwerker ohne den "Funken" des Genies, hat - nach dem von ihm verehrten Arnold Böcklin - seinen Sohn Arnold genannt, doch die Hoffnungen, die er in ihn setzt, erfüllen sich nicht: Arnold, ein Vorläufer der "zornigen jungen Männer", hat zwar Genie, so glaubt der Vater, doch keinen Fleiß. Von Stammtischspießern wird der nörgelnde, prahlsüchtige, das Mittelmaß verhöhnende Arnold in den Selbstmord getrieben. An seiner Bahre erkennt Michael Kramer: "Ich war die Hülse, dort liegt der Kern." - Kunstjargon und religiöser Kunstanspruch der Jahrhundertwende sind verblasst; geblieben ist der Ernst der antwortlosen Fragen Michael Kramers vor dem Tod, den er "die mildeste Form des Lebens" nennt, "der ewigen Liebe Meisterstück": "Wo sollen wir landen, wo treiben wir hin?"
(Georg Hensel)

Auf das Motiv des zerbrechenden Künstlers konnte Hauptmann aus eigenen Erfahrungen zurückgreifen. Der Dichter hatte die Kunstschule Breslau besucht und war nach Hungerjahren an seinem Traum, Bildhauer zu werden, gescheitert. Das Künstlerproblem zeigt sich in zweifacher Perspektive: Zum einen als Tragödie des genial-pathologischen Sohnes, der an der Wirklichkeit scheitert; zum anderen als Tragödie des Vaters, der um die Kunst ringt, dem aber Genialität und Vollendung versagt bleiben. Im Generationenkonflikt ist zugleich die Ablösung zweier Zeitalter dargestellt: Der junge Künstler kann sich nicht mehr - wie noch im 19. Jahrhundert - als Genie und Prophet stilisieren. Er reiht sich unter die Menschen ein und scheitert.
(Monika Bittl)

Kritiken

"Sensibel ausgeloteter Vater-Sohn-Konflikt.
Beeindruckend: Uwe Friedrichsen in der Titelrolle des Malers und Kunstprofessors Michael Kramer."
Hamburger Morgenpost

"Uwe Friedrichsen, Evi Kehrstephan und Felix Lohrengel glänzen am Ernst-Deutsch-Theater in Hauptmanns "Michael Kramer"."
Die Welt

"Hauptmann-Enkelin zu Tränen gerührt"
BILD